Endlich raus aus dem Elternhaus: Grüne legen Plan für bezahlbares Wohnen für Studierende und Azubis vor
Endlich raus aus dem Elternhaus: Grüne legen Plan für bezahlbares Wohnen für Studierende und Azubis vor
Endlich raus aus dem Elternhaus: Grüne legen Plan für bezahlbares Wohnen für Studierende und Azubis vor
Zum Start des Wintersemesters sind viele Studenten*innen auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum. Die grüne Bundestagsfraktion fordert eine Wohnheim-Offensive mit 100.000 Plätzen und keine Kürzungen beim Wohngeld. Dazu erklärt Julia Verlinden MdB:
„Für viele junge Menschen ist ein WG-Zimmer heute kaum noch bezahlbar. Studierende geben im Schnitt mehr als die Hälfte ihres Einkommens fürs Wohnen aus, Auszubildende rund 42 Prozent. Derzeit kostet in Lüneburg ein WG-Zimmer etwa 510 Euro, die Mindestausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr liegt bei 724 Euro. Wer sich keine Wohnung am Ausbildungsort leisten kann, kann sich seinen Ausbildungsplatz nicht frei aussuchen. Am Ende entscheidet das Portemonnaie der Eltern über Bildungschancen, nicht Leistung und Motivation.
Und was macht die Bundesregierung? Die WG-Garantie aus dem Koalitionsvertrag ist ein Luftschloss geblieben. Mit dem Förderprogramm „Junges Wohnen“ soll mehr bezahlbarer Wohnraum für junge Menschen geschaffen werden, aber die finanziellen Mittel sollen erst 2027 erhöht werden und reichen dann trotzdem bei Weitem nicht. Bundesweit gibt es rund 241.000 Wohnheimplätze für Studierende und gerade einmal 20.000 für Azubis.
Wir Grüne fordern deshalb eine Wohnheim-Offensive: Bis 2030 sollen Bau und Sanierung von 100.000 Wohnheimplätzen für Studierende und Azubis gefördert werden, mit dauerhaft gesicherten Mitteln, die auch wirklich im Wohnheimbau ankommen. Die BAföG-Wohnpauschale muss sich am regionalen Mietniveau orientieren. Bedürftige Azubis brauchen analog zur Studienstarthilfe 1.000 Euro für Kaution und Erstausstattung. Und Schlupflöcher im Mietrecht müssen geschlossen werden, etwa überteuerte Untervermietung und intransparente Möblierungszuschläge.
Statt die Wohnkostenkrise anzugehen, kürzt die Bundesregierung sogar dort, wo Menschen mit kleinen Einkommen sie am dringendsten nötig haben: beim Wohngeld. Schwarz-rot halbiert auch die Heizkostenkomponente und setzt die Anpassung an steigende Preise aus. Nach ihrem eigenen Gesetzentwurf verlieren dadurch rund 381.000 Haushalte ihren Anspruch, vor allem Familien, Alleinerziehende und Rentner*innen. 143.000 von ihnen rutschen in die Grundsicherung. Das verschiebt Kosten zum Teil auf die Kommunen und verunsichert Hunderttausende. Die Mrd.-Euro-Kürzungen beim Wohngeld müssen vom Tisch! Wer die Wohnungskrise lösen will, muss bezahlbaren Wohnraum schaffen, für junge wie für ältere Menschen, statt die Unterstützung für diejenigen zu streichen, die am wenigsten Spielraum haben.“









