©Frederic Paulussen/unsplash

Atompolitik

Atomkraft ist eine unbeherrschbare Hochrisikotechnologie. Obwohl der Atomausstieg in Deutschland mittlerweile beschlossen ist, werden uns der Rückbau der Atommeiler, die Zwischenlagerung und nicht zuletzt die Suche nach einem sicheren Endlager für den radioaktiven Atommüll noch auf Jahrzehnte beschäftigen.

Deshalb setze ich mich mit meiner Fraktion für eine Welt ohne Atomkraft ein. Selbst wenn wir in Deutschland den Atomausstieg geschafft haben, sind wir dennoch umgeben von Schrottreaktoren an unseren Grenzen. Ich möchte, dass alle Risikomeiler weltweit sofort stillgelegt und keine neuen Atomkraftwerke mehr gebaut werden. Die Unfälle von Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt, was diese Technologie anrichten kann und wie viele Menschen weltweit von einem Atomunfall betroffen sind. So etwas darf sich nicht wiederholen!

In meinem Wahlkreis hat der Protest gegen radioaktiven Abfall eine lange Geschichte und eine besondere Bedeutung. Umso mehr hat es mich gefreut, dass durch einen Neustart der Endlagersuche und Berücksichtigung wissenschaftlicher Fakten, auf die die Menschen in der Region viele Jahre hingewiesen haben, Gorleben mittlerweile als Endlager nicht mehr in Frage kommt.

Die Suche nach einem geeigneten Endlager in Deutschland geht natürlich weiter und Niedersachsen ist überwiegend weiterhin Suchgebiet. Ich werde die Standortsuche kritisch-konstruktiv begleiten und darauf achten, dass wissenschaftliche Erkenntnisse die alleinige Basis für eine Entscheidung darstellen. Dieser Prozess ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Menschen in Deutschland haben das Recht auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Beteiligung. Schließlich fällen wir hier eine Entscheidung für Millionen Jahre.

Initiativen zum Thema

Anträge +

Tschernobyl und Fukushima nicht vergessen – Der Atomausstieg braucht Konsequenz in Deutschland und Engagement weltweit

Atomkraft und Klimaschutz

Anfragen +

Kleine Anfrage zur wetterbedingten Beeinträchtigung der fossil-atomaren Energieversorgung

Aktuelles

gelbes Fass mit Atomsymbol und Gorleben-Aufkleber
©pixabay

Aus für Gorleben kann ökologische Modellregion ermöglichen

Die Grünen Abgeordneten Miriam Staudte (Landtag) und Julia Verlinden (Bundestag) begrüßen den Beschluss für die Schließung und Verfüllung des Bergwerks Gorleben, der auf der heutigen Pressekonferenz zur Zukunft von Gorleben vorgestellt wurde.

©Büro Verlinden

Tschernobyl-Jahrestag: Atomausstieg konsequent vorantreiben

Auch 35 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl hält die radioaktive Gefahr durch die ukrainische Atomruine weiter an. Es gibt keinen Grund, die Gefahren der Atomenergie zu verharmlosen und neue AKWs als vermeintliche Klimaretter in die Diskussion zu bringen.

©Büro Verlinden

10 Jahre nach Fukushima: keine Wiederbelebung der Atomkraft zulassen!

Die atomare Katastrophe in Fukushima ist auch nach 10 Jahren noch lange nicht beendet. Trotzdem schwindet die Erinnerung an diese Katastrophe und Befürworter dieser hochriskanten Technologie beschwören eine Renaissance der Atomkraft.

Bild zeigt Protesttafel gegen Atomkraft
Foto: www.pixabay.com

Daten für Endlagersuche immer noch nicht transparent

Auf eine Anfrage der grünen Bundestagsabgeordneten Julia Verlinden zum Stand der Veröffentlichung aller relevanten Geodaten für die Endlagersuche hat die…

Die "Baker"-Explosion bei einem Atomwaffentest des US-Militärs im Bikini-Atoll, Mikronesien, 25. Juli 1946. Quelle: Wikimedia.com

Verlinden unterstützt Appell für Atomwaffenverbot

Im Juli 2017 haben 122 Staaten den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beschlossen. Mit der Ratifizierung dieses Vertrages durch das…

Foto: Sandra König

Ausschluss Gorlebens erhöht Glaubwürdigkeit des wissenschaftsbasierten Suchverfahrens

Zur Veröffentlichung des Zwischenberichts der Bundesgesellschaft für Endlagerung zu potentiellen Teilgebieten zur Atommüll-Endlagerung sagt Julia Verlinden, Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis…