Erster Gleichwertigkeitsbericht der Bundesregierung: Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland steigt

26. Juli 2024
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Das Bundeskabinett hat Anfang Juli den ersten Gleichwertigkeitsbericht der Bundesregierung verabschiedet. Mit dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und vom Bundesministerium des Innern und für Heimat erstellten Bericht schafft die Bundesregierung systematisch Transparenz in Bezug auf den Stand und die Fortschritte bei der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland. Dazu wurde neben der Erhebung objektiver Daten über die Lebensverhältnisse wie Wohnkosten, Verkehrsanbindung oder Luftqualität aus allen 400 Landkreisen und kreisfreien Städten auch die Wahrnehmung der Menschen im Land über ihre Lebensbedingungen abgefragt.

Insgesamt kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland in den meisten Bereichen steigt. Als Problembereiche benennen die Bürger*innen vor allem die Gesundheitsversorgung und attraktive Verbindungen mit dem ÖPNV.

Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung ist die Einteilung der Regionen in regionale Muster in Bezug auf die wirtschaftliche oder demografische Lage. Die Landkreise Harburg, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen werden dabei als Region mit „guter wirtschaftlicher und sozialer Lage im Ballungsraum großer Städte“ (Lüneburg) „Ländlicher Raum mit solider Wirtschaft und dynamischer Bevölkerungsentwicklung“ (Harburg) und „Ländliche Regionen mit demografischen Herausforderungen“ (Uelzen, Lüchow-Dannenberg) kategorisiert.

Dazu erklärt Julia Verlinden, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag und Abgeordnete für die Landkreise Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg und Uelzen:

„Dass die Lebensverhältnisse sich in Deutschland insgesamt angleichen, ist eine gute Nachricht. Ebenso, dass die Menschen in Deutschland überwiegend mit ihrem Leben und ihrer Wohnsituation zufrieden sind. Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass es weiterhin großer Anstrengungen bedarf, die Lebensbedingungen zum Beispiel beim Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern.

Das Wirtschaftsministerium und das Innenministerium haben dazu wichtige Grundlagenarbeit geleistet, um objektive und gefühlte Ungleichheiten in den Regionen im Land besser zu verstehen und sie zielgenau abbauen zu können.“