Neubaustrecke Hannover-Hamburg: Koalition tritt auf die Bremse
28. Januar 2026
Der Verkehrsausschuss des Bundestags sollte sich am heutigen Mittwoch mit dem Bericht über das Ergebnis der Vorplanung und der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung der Ausbaustrecke/Neubaustrecke Hannover – Hamburg befassen. Doch die Regierungskoalition hat dies mit ihrer Mehrheit vertagt. Dazu sagt Julia Verlinden:
„Die Bahnstrecke zwischen Hannover und Hamburg zählt zu den unpünktlichsten in Deutschland, weil sie chronisch überlastet und zudem baufällig ist. Doch die schwarz-rote Koalition tritt bei der Beschleunigung dieses so wichtigen Infrastrukturprojektes auf die Bremse. Die parlamentarische Beratung im Verkehrsausschuss über die von der Deutschen Bahn vorgelegten Vorplanung Ausbaustrecke/Neubaustrecke Hannover – Hamburg wurde vertagt. Noch nicht einmal auf den Termin einer Expertenanhörung wollte sich die Koalition festlegen.
Dabei haben Eisenbahnbundesamt, Bundesverkehrsministerium sowie Deutsche Bahn jeweils festgestellt, dass nur ein Streckenneubau zusätzlich zur dringend nötigen Generalsanierung und Optimierung der Bestandsstrecke die verkehrlichen Erfordernisse erfüllen können.
Leittragende sind weiterhin Zugreisende und vor allem Pendler*innen, die verspätete oder gar komplett ausgefallene Züge tagtäglich ertragen müssen.“