Anlässlich eines Austauschs mit Julia Verlinden über die aktuellen Entwicklungen rund um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) hat die Lüneburger CLAGE GmbH die folgende Pressemitteilung veröffentlich:
Lüneburg, März 2026 – Die CLAGE GmbH hat sich kürzlich mit der Bundestagsabgeordneten Julia Verlinden (Bündnis 90/Die Grünen) zu einem fachlichen Austausch über die aktuellen Entwicklungen rund um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beziehungsweise das zukünftige Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Herausforderungen und Chancen bei der Dekarbonisierung des Gebäudebestandes sowie die Rolle strombasierter Technologien für eine bezahlbare und klimafreundliche Energieversorgung.
CLAGE mit Sitz in Lüneburg ist Hersteller und Spezialist für dezentrale Warmwasserbereitung und produziert seine E-Durchlauferhitzer vollständig am Standort Deutschland, einschließlich eigener Fertigung und Elektronikproduktion in Lüneburg. Die Produkte tragen damit das Qualitätssiegel „Made in Germany“ und stehen für nachhaltige und verantwortungsvolle Produktion.
Im Rahmen des Austauschs betonte Julia Verlinden die Bedeutung innovativer Unternehmen für die Energiewende im Gebäudesektor:
„Mehr und mehr Menschen machen sich durch Wärmeerzeugung aus Strom unabhängig von fossilen Energien. Innovative Unternehmen wie die CLAGE GmbH aus Lüneburg zeigen, wie dezentrale Warmwasserbereitung ohne Öl- und Gas funktionieren kann – klimafreundlich und bezahlbar. Das neue Teuer-Heizen-Gesetz der Bundesregierung hingegen schafft neue Unsicherheit, erhöht die Heizkosten für Verbraucher*innen und treibt sie in eine fossile Heizkostenfalle. So werden Klimaschutz und günstiges Heizen ausgebremst, während künftig mehr Menschen teure Öl- und Gasrechnungen drohen.“
Dezentrale elektrische Durchlauferhitzer gelten als eine strombasierte Technologie, die im Kontext von Klimaneutralität und der Dekarbonisierung des Gebäudebestandes einen wichtigen Effizienzhebel darstellen kann. Durch die Trennung von Heiz- und Warmwassersystemen lassen sich in vielen Gebäuden Energieverluste deutlich reduzieren. Studien und Praxiserfahrungen zeigen, dass so Einsparungen von mindestens 40 Prozent möglich sind, in größeren Gebäuden bis zu 80%. Durch die Entkoppelung der Systeme kann die Heizung kleiner ausgelegt werden. Im Betrieb wird die Heizung entlastet und kann über die Sommermonate komplett abgeschaltet werden.
Gerade im Gebäudebestand eröffnen solche Lösungen die Chance, mit vergleichsweise geringem Investitionsaufwand kurzfristig spürbare Energie- und CO₂-Einsparungen zu realisieren. Vor diesem Hintergrund wurde im Gespräch die Bedeutung technologischer Offenheit und der gesetzlichen Nennung besonders hervorgehoben: Klimafreundliche Optionen, von Wärmepumpen über E-Direktheizungen bis hin zur dezentralen Warmwasserbereitung, sollten gleichberechtigt im gesetzlichen Rahmen berücksichtigt werden. Darüber hinaus gilt es, weitere Effizienzpotenziale wie Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung, dezentrale Energieerzeugung und -speicherung sowie weitere innovative Technologien ausdrücklich anzuerkennen und regulatorisch zu verankern.
Alexander Gerdes, CEO der CLAGE GmbH, erklärte hierzu:
„Für eine erfolgreiche Energiewende im Gebäudesektor benötigen wir einen verlässlichen gesetzlichen Rahmen, der alle klimafreundlichen Technologien gleichberechtigt berücksichtigt. Dezentrale, strombasierte Lösungen wie der E-Durchlauferhitzer lassen sich insbesondere im Gebäudebestand schnell und kosteneffizient umsetzen und tragen messbar zur Reduzierung von Energieverlusten und CO₂-Emissionen bei. Entscheidend ist, dass die Politik diese Effizienzpotenziale anerkennt und langfristige Planungssicherheit schafft – nicht nur für Hersteller, sondern auch für Installationsunternehmen, Planende, Energieberaterinnen und Energieberater, Eigentümerinnen und Eigentümer, Wohnungswirtschaft sowie für die Endkundinnen und Endkunden.“
Einigkeit bestand darüber, dass die Dekarbonisierung des Gebäudebestandes nur gelingen kann, wenn realisierbare und bezahlbare Lösungen für Verbraucherinnen und Verbraucher zur Verfügung stehen. Neben Investitionen in neue nachhaltige Heizsysteme spielen daher auch geringinvestive Maßnahmen eine wichtige Rolle, um kurzfristig Energie einzusparen und langfristig den Übergang zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung zu sichern.
Die Gesprächspartnerinnen und -partner betonten abschließend, dass für das Erreichen der Klimaziele alle verfügbaren nachhaltigen Energiequellen und Technologien genutzt werden sollten, jedoch keine Rückschritte zu fossilen Brennstoffen gemacht werden sollten. Ein stabiler, technologieoffener Rechtsrahmen mit anreizstarken Förderungen sei dafür eine zentrale Voraussetzung.